Fußreflexzonentherapie - nach Hanne Marquard

Refelxzonen am FussIm Fuß werden alle Organe und Systeme des Menschen bildschirmähnlich im verkleinerten Maßstab als sogenannte Zonen reflektiert.
Es wird gezielt mit speziellen Griffen im Fußgewebe ohne Verwendung von Apparaten und anderen Hilfsmitteln gearbeitet.
Der Schmerz, der durch die spezielle Grifftechnik an manchen Stellen an Fuß ausgelöst werden kann, unterscheidet sich von anderen Schmerzen, z.B. orthopädische Probleme, Gewebestauungen, Fehlspannungen in der Muskulatur, dadurch, daß er meist nur bei punktueller Behandlung der Zonen auftritt und im Lauf einer Behandlung deutlich nachläßt bzw. ganz verschwindet.
Schmerzhafte Bereiche am Fuß allein ermöglichen jedoch keine eindeutigen diagnostischen Aussagen über Ursache, Art und Dauer der vorhandenen Belastung.

Üblicherweise wird der Schmerz als „Feind“ angesehen, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Als Ordnungs- und Regulationstherapie geht die Reflexzonentherapie am Fuß einen anderen Weg: Sie versteht jede Art von Schmerz als Hinweis, daß die Heil- und Regenerationskraft des Menschen Hilfe und Unterstützung braucht, der Energiehaushalt gestört ist.
Wenn die Füße häufig kalt sind, wenn sich Fußpilz, Hühneraugen, Schrunden, durchgetretene Längs- oder Quergewölbe zeigen, können dadurch Rückschlüsse auf Störungen im Organismus gezogen werden.
Es ist den meisten Menschen nicht bewußt, daß Krankheiten schon vor dem Wahrnehmen von Schmerzen und dem Auftreten von Beschwerden beginnen. Sie haben immer eine mehr oder minder lange Entstehungszeit, in der der Organismus mit seiner Lebens- und Regenerationskraft versucht, die vorhandenen Funktionsstörungen selbst auszugleichen.
In diesem Zeitraum, dem sogenannten Vorfeldstadium, zeigen sich jedoch die zugeordneten Zonen am Fuß bereits auffällig und schmerzhaft. Auf diese Weise ist es möglich, Erkrankungen bereits schon in einer frühen Phase vor dem Entstehen von belastenden Symptomen über die Zonen zu erfassen und zu behandeln.
Daraus ergibt sich zugleich die Chance einer sinnvollen und notwendigen Gesundheitspflege und Vorsorge.

Indikationen und Kontraindikationen

Gerade bei schweren und chronischen Erkrankungen bietet die Behandlung am Fuß eine wertvolle und ergänzende Begleitung in schwierigen Krankheitsstadien. Aber auch Phasen der Erstverschlimmerung oder das Auftreten akuter Beschwerden bei einer homöopathischen Behandlung können mit der Reflexzonentherapie wirkungsvoll aufgefangen werden ohne die Wirkung des laufenden Homöopathischen Mittels unterbrechen zu müssen.

Es gibt aber auch einige Krankheitsbilder, die für die Fußreflexzonenbehandlung kontraindiziert sind wie z. B. akute Entzündungen im Gefäßsystem, Thrombosen u. a. Bei anderen Erkrankungen wie z.B. Autoimmunerkrankungen ist die Reaktion des Patienten und der Krankheitsverlauf genau zu beobachten und zu kontrollieren, sowie das Maß der Reizsetzung dem Krankheitsbild bzw. dem Zustand des Patienten anzupassen.

Wenn also derart intensive Wirkungen auf unseren Körper und Organfunktionen erfolgen können, dann ist es wohl nicht gerechtfertigt, bei dieser Form der Behandlung von einer reinen „Wellnessbehandlung“ zu sprechen, was aber widerrum eine wohltuende Wirkung auf Körper und Geist nicht ausschließen muß.

Eine Beurteilung der Reaktionen nach der Behandlung (auch Tage danach), das Auftreten bzw. Verschieben von Symptomen ist genauso wichtig, wie die Entscheidung, welche Form der Behandlung bei dem jeweiligen Beschwerde-/Krankheitsbild anzuwenden ist.
So muß z. B. darauf geachtet werden, das Lymphsystem bei einem herzbelasteten Patienten nicht/nicht zu stark anzuregen bzw. bei Autoimmunerkrankungen die Abwehrorgane nur in einem rechten Maße zu stimulieren.

Demzufolge sollten Sie darauf achten, Ihre Füße nur in gut ausgebildete und fachlich kompetente Hände zu begeben!

Weitere Informationen:
Seite von Hanne Marquardt

 

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